© 1996-2022, alle Rechte liegen bei der VKL-Huette und den jeweiligen Autoren | Layout & Gestaltung: © 2022 Thomas Lehne-FotografieE  SALZGITTER-PEINE WIR SIND ERREICHBAR UNTER: 05341-21.65 99 und 05341-21.21 65 (Mo-Fr.) Aktualisiert am: 09.08.2022 | 12.03 Uhr | 50 Seiten Online   GIB NAZIS KEINE CHANCE! Salzgitter passt auf unsere stadt ist bunt!
VERTRAUENSLEUTE  der Salzgitter Flachstahl GmbH - Werk Salzgitter IG Metall Salzgitter-Peine MITGLIED WERDEN
IG Metall-Vertrauensleute in der Salzgitter Flachstahl GmbH - Werk Salzgitter

Tarifverhandlungen in der Eisen- und Stahlindustrie gestartet

In der Tarifrunde 2022 für die nordwestdeutsche Stahlindustrie wird eine Geldforderung im Vorder- grund stehen. Das zeichnet sich nach der Sitzung der Tarifkommission ab. Zugleich findet die Tarifrun- de unter erschwerten Bedingungen statt. Etliche Mitglieder der Tarifkommission wiesen in der Sitzung darauf hin, wie die Stimmung in den Betrieben ist. „Eine Einmalzahlung lehnen die Kolleginnen und Kollegen ab“, sagte zum Beispiel Kirstin Zeidler von Thyssenkrupp Steel Europe in Dortmund. „Eine prozentuale Erhöhung ist ein Muss“, ergänzte Wolfgang Lorenz von Salzgitter Mannesmann Grobblech Mülheim an der Ruhr Auch für Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW, ist klar: Dieses Mal müssen Prozente her. „Die letzte ta - bellenwirksame Erhöhung gab es im Jahr 2019“, be - tonte er. Der Tarifabschluss 2021 mit einer CoronaPrämie und einer wiederkehrenden Zahlung von 600 Euro war zum damaligen Pandemiezeitpunkt wichtig. „Die La- ge ist zwar schwierig, aber unsere Mitglieder haben berechtigte Interessen.“ Giesler versicherte: „Die IG Metall wird dafür sorgen, dass diese Interessen Ge- hör finden. Es geht darum, Kaufkraft zu sichern.“
TARIFKOMMISSION DISKUTIERT FORDERUNG
Dem Bezirksleiter und den IG Metall-Aktiven in der Stahlbranche ist aber auch klar: Diese Tarifrunde wird keine gewöhnliche. Die Situation in den Betrieben ist gekennzeichnet von hoher Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine. Die Kosten der Unternehmen zum Beispiel für Energie sind seit Kriegsbeginn regel - recht explodiert. Dazu haben viele Unternehmen das Problem, dass die Automobilindustrie die Bestellung- en derzeit nicht abnimmt. Zugleich sind auch die Beschäftigten von steigenden Preisen betroffen. „Unsere Mitglieder merken die In- flation morgens an der Tankstelle“, sagte Knut Giesler. Der Bezirksleiter betonte aber auch: „Wir können eine galoppierende Inflation aufgrund eines Krieges nicht
mit den Mitteln der Tarifpolitik in den Griff be - kommen.“ Er begrüßte, dass die Bundesre-gie - rung mittlerweile Entlastungen beschlossen hat. „Das hilft uns.“ Die IG Metall hatte schon früh darauf gedrängt, dass die Politik reagiert. „Wir haben bereits zu Beginn des Jahres auf die Politik eingewirkt. Schon zu diesem Zeitpunkt waren die Strom- und Gaspreise eine Heraus- forderung für unsere Beschäftigten.“ IG Metall-Konjunkturexperte Uwe Fink zeichnete ein gemischtes Bild von der wirtschaftlichen La- ge in der Branche. „Die Auftragslage liegt stabil auf hohem Niveau“, erklärte er. „Es gab einen Einbruch, aber keinen Absturz.“ Alles in allem ist die Lage jedoch geprägt „von einem unkalkulier - baren Risiko aufgrund des Krieges“. Ähnlich sehen das die Aktiven in den Betrieben. „Wir haben 2021 ein Rekordergebnis eingefah - ren“, berichtete Hasim Cantürk von Outokumpu Nirosta in Krefeld. „Wir wissen aber auch: Schon morgen kann alles anders sein.“ Unterm Strich sieht die Tarifkommission Platz für eine vernünf - tige prozentuale Erhöhung….
Tarifrunde 2022 So wirds im Stahl Stahlnachrichten lesen & downloaden stahlnachrichten
WEITERE INFORMATIONEN:

6,5 Prozent mehr Geld für Stahl-Beschäftigte

Ab August gibt es 6,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten in der nord- westdeutschen und ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie. Für die Monate Juni und Juli wurde eine einmalige Zahlung von 500 Euro vereinbart. Die Auszubildenden erhalten 200 Euro. Dieses Verhandlungsergebnis hat die IG Metall Mitte Juni in der der vierten Verhandlungsrunde in der nordwestdeuschen Stahlindustrie durchgesetzt. Die ostdeutsche Stahlindustrie hat den Abschluss wenige Tage später übernommen. Die Laufzeit der neuen Entgelttarife beträgt 18 Monate und endet am 30. November 2023 in der nordwestdeutschen und ostdeutschen Stahlindustrie,
sowie drei Monate später am 29. Februar 2024 in der saarländischen Stahlindustrie. Zudem wurde die Verlängerung der Tarifverträge über Altersteilzeit, zur Beschäftigungssicherung sowie über den Einsatz von Werkverträgen beschlossen. Bis 31. Juli 2022 wollen IG Metall und Arbeitgeber einen Tarifvertrag für Dual Studierende vorlegen, im Saarland Ende Oktober.
VERTRAUENSLEUTE  der Salzgitter Flachstahl GmbH - Werk Salzgitter IG Metall Salzgitter-Peine IG Metall-Vertrauenskörperleitung in der Salzgitter-Flachstahl GmbH - Werk Salzgitter Eisenhüttenstrasse 99. 38239 Salzgitter  © 1995-2022 VKL-Hütte  Ihr erreicht uns im Web unter: www.vkl-huette.de  Telefonisch unter:05341-21.65 99 und 05341-21.21 65   WIR SIND ERREICHBAR UNTER: 05341-21.65 99 und 05341-21.21 65 © 1996-2021, Alle Rechte liegen bei der VKL-Huette und jeweiligen Autoren | Layout & Gestaltung: © 2021 Thomas Lehne-FOTOGRAFIE  Aktualisiert am: 12. November 2021 | 10.03 Uhr | 43 Seiten Online   GIB NAZIS KEINE CHANCE! Salzgitter passt auf unsere stadt ist bunt! SALZGITTER-PEINE stahlnachrichten Tarifrunde 2022 So wirds im Stahl
In der Tarifrunde 2022 für die nordwestdeutsche Stahlindustrie wird eine Geldforderung im Vorder- grund stehen. Das zeichnet sich nach der Sitzung der Tarifkommission ab. Zugleich findet die Tarifrun-de unter erschwerten Bedingungen statt. Etliche Mitglieder der Tarifkommission wiesen in der Sitzung darauf hin, wie die Stimmung in den Betrieben ist. „Eine Einmalzahlung lehnen die Kolleginnen und Kollegen ab“, sagte zum Beispiel Kirstin Zeidler von Thyssenkrupp Steel Europe in Dortmund. „Eine prozentuale Erhöhung ist ein Muss“, ergänzte Wolfgang Lorenz von Salzgitter Mannesmann Grobblech Mülheim an der Ruhr Auch für Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW, ist klar: Dieses Mal müssen Prozente her. „Die letzte ta - bellenwirksame Erhöhung gab es im Jahr 2019“, be - tonte er….
Stahlnachrichten lesen & downloaden